Andreas Mettler
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3D im Kino

Noch besser in 9D...
Noch besser in 9D...

Es soll Zeitgenossen geben, die sich über das fehlende Niveau im Kino beschweren. Und tatsächlich: Das, was Hollywood seit Jahren abliefert, ist stets nach dem selben Strickmuster gepinselt. Um die realen Szenen in die Zeichentrick-Welt der Computergrafiken einzpassen ist jeder Film recht einfarbig in Blau- oder Grautönen gehalten, die Filmmusik wird von Hans Zimmer unterschrieben und es scheint ein Gesetz zu sein, dass jeder Film sowohl eine futuristische Motorradfahrt, wie auch einen ausgedehnten Fallschirmsprung braucht. Und ein Kindheitstrauma des handlungstragenden Protagonisten macht sich auch immer gut. Hollywood hat die perfekte Formel für den effektgeladenen Kinofilm gefunden und es gibt keinen Grund, davon noch einmal abzuweichen.

Und auch ich sehe keinen Bedarf dafür. Wenn ich möchte, dass man mir eine Geschichte erzählt, dann lese ich lieber ein Buch. Oder ich erfinde selbst eine. Wenn ich ins Kino gehe, dann ersetze ich mein Gehirn durch die 3D-Brille und trainiere mit Hilfe der dynamischen Bilder meine Pupillen. Nicht mehr und nicht weniger. Hauptsache, es donnert aus den Lautsprechern, es riecht nach Popcorn und ich kann mich zwei Stunden lang in der Dunkelheit verstecken. Nach 14 Tagen erinnere ich mich kaum mehr an den Film und weiß auch nicht mehr, ob das nun das neueste Reboot von Godzilla, Star Trek oder Spiderman war. Und das ist auch gut so, denn dann kann mir Hollywood nach einem Monat wieder den selben Film mit einem neuen Titel (oder gar demselben) präsentieren und ich kann das genießen, als wäre es das erste mal.

geschrieben 2015 von Andreas Mettler. Veröffentlicht: 04.06.2015

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