Andreas Mettler
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Filme drehen – What a Carcaffle!

Eine Geschichte zu schreiben ist so einfach: Ich brauche einen Stift und etwas Papier. Oder eben eine Tastatur und eine Textverarbeitung. Und dann brauche ich natürlich noch die Geschichte. Und dann ist die Geschichte geschrieben. Fertig. Keine Special Effects, keine Stunts.

Und manchmal will ich meine Geschichten auch verfilmen. Uff, da fängt das ganze „Carcaffle“ an. Bei meinem neuesten Film sitze nicht einfach nur an einem Schreibtisch und tippe mit einem Finger auf der Tastatur rum wie bei meinem vorigen Film. Ich fahre in einem Roboterkostüm durch die Traktorwege des Sauerlands und überfahre schimpfende Opas.

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Einmal fällt mir die Robotermaske über den Schädel, so dass ich nichts mehr sehen kann, ein andermal guckt plötzlich mein allzu markantes Gesicht durch die Maske durch, so dass wiederum mich jeder sehen kann. Das nimmt den Zuschauern natürlich jede Illusion. Auf Realitätssinn lege ich in meinen Filmen sehr viel wert.

Ja, und dann ist da noch das virtuelle Steuerfeld meiner Kamera: Mit Roboterhandschuhen reagiert das überhaupt nicht und mit den bloßen Fingern manchmal all zu leichtfertig. Ich muss nur daran denken, meine Hände zu bewegen und schon verstellt sich die Belichtung der der Focus. Oder das Stativ fällt während der Fahrt um oder ein anderes Auto möchte sich mit mir den Platz der all zu engen Landwirtschaftsstraße teilen. Oder irgendwelche Landwirte, die mich in Gespräche verwickeln wollen, während ich eigentlich meinen Monolog aufführen möchte. „Kommen jetzt schon die Marsmenschen? Höhöhö! Da muss ich gleich ein Foto machen.“ – „Müssen Sie nicht, ich mache hier selbst Fotos, die nachher jeder sehen kann!“

Und dann kommt der Schnitt. Meine Güte, kann ich denn nicht aufpassen? In einer Szene habe statt der Scherzbrille plötzlich meine Realbrille auf, in der nächsten Szene hat der Roboter plötzlich keine Handschuhe mehr.

Und dann kommt die Nachvertonung. Lustige Stimme sollen der Markenkern von Oton-Metti sein. Ich jedenfalls finde sie lustig. Welche Stimmen hatte ich schon in den vorigen Filmen verheizt, was passt zu den Figuren. Den Roboter habe ich diesmal auf elektronische Weise moduliert. Das passt ja ganz gut zu der Maschine und das schont auch meine Stimmbänder.

Und dann noch ein paar Sounds aus freien Datenbanken. Gerne würde ich das auch noch individuell aufnehmen. Vielleicht irgendwann mal, wenn ich die anderen Techniken aus dem Ärmel heraus beherrsche. Musik habe ich das letzte Mal für mein Flash-Spiel „Plempersau“ komponiert. Das zu versuchen, wäre auch mal wieder schön.

Ja, nun ist er fertig, der neue Film. Er heißt „Autonome Autos – Teststrecke Sauerland“. Diesmal fast völlig ohne Special-Effects. Dafür gibt es einige spektakuläre Stunts, so wie ich sie im fortgeschrittenen Alter gerade noch umsetzen konnte.

Und mein Dank geht an Christian Müller, Alexander Scheiermann und die Hofis, die immer dann in Roboterkostüme geschlüpft sind, wenn ich gerade in einer anderen Rolle im Bild war.

geschrieben 2019 von Andreas Mettler. Veröffentlicht: 11.04.2019

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