Andreas Mettler
Jeder Mensch ist anders. Außer mir.
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Gesicht zeigen!

gesicht

Ein Gesicht ist nicht genug. Aber welche anderen Gesichter wollen schon nach meinen Drehbüchern spielen? Vermutlich kann das nur ich. Auf der anderen Seite kann ich auch nur spielen, was ich selbst geschrieben habe. Das trifft sich dann wiederum ganz gut.

Perücken und Gesichtsakrobatik

Also gut, mir bleibt also nichts anderes übrig, den ganzen Irrsinn selbst zu spielen, den ich in das Drehbuch geschrieben habe. In manchen Filmen sind das vier bis fünf Charaktere. Nun habe ich leider nur ein einziges Gesicht und das sieht sich zwangsläufig immer recht ähnlich: Eine lange Nase, ein kurzes Kinn, kurze mehr oder weniger blonde Haare.

In manchen Filmen habe ich mir eine Perücke aufgesetzt, manchmal eine Kapuze über den Kopf gezogen und mein bestes gegeben, meinen Gesichtsausdruck zu wechseln. Dazu eine lustige Stimme erfunden und schon war ein alter Opa, ein Roboter oder ein Raumfahrer geboren.

Das wurde auch Zeit: Mein neues Gesicht. Hier als Video!

Klabauterbach

Haare färben

Beim neuen Video habe ich es anders gemacht. Ich habe mir einen bekannten Politiker zum Vorbild genommen, den ich imitieren wollte. Ich weiß zwar nicht mehr, wer das war und kann es im fertiggestellten Film auch nicht wirklich erkennen, aber ich weiß noch, dass er etwas dunklere Haare hat als ich. Nachdem ich keine passende Perücke finden konnte, habe ich mir also kurzerhand meine eigenen Haare gefärbt. Ein etwas strengerer Scheitel, ein paar Haare verwirrt als Pony ins Gesicht fallen lassen und tatsächlich: Ich sah meinem Vorbild schon etwas ähnlich. Irgendwo steckt wohl tatsächlich ein kleiner Klabauterbach in mir.

Ein ganz neues Gesicht

Dann musste ich noch ein bisschen an meinem Gesicht arbeiten. Die plastische Chirurgie ist ja heute für jedermann erschwinglich. Statt einer Nasenoperation hatte ich mich dann aber für die Software „DeepFaceLab“ entschieden. Dieses Programm kann Gesichter lernen. Das Ergebnis dieses Trainings ist dann ein computergeneriertes Gesicht, mit dem man im Film so einiges anstellen kann. Nicht wirklich zu hundert Prozent realistisch, aber immer noch besser als der computeranimierte Admiral Tarkin im Film „Star Wars: Rogue One“.

Das Ergebnis

Interessant: Das computeranimierte Gesicht hat genau das gemacht, was ich vor der Kamera gespielt hatte. Fast drei Tage lang hatte mein Video-PC daran herumgerechnet. Ich musste ein wenig aufpassen, mein Gesicht nicht zu sehr zur Seite zu drehen. Für meine XXL-Nase ist diese Software nicht programmiert. Hier und dort flackert mal noch was, aber für mich war das wieder einmal ein Schritt in eine ganz neue Welt. Vielleicht sollte ich das jetzt immer so machen, wenn ich einmal ein neues Gesicht benötige. Oder ich mache wieder was ganz anderes. So wie immer!

geschrieben 2021 von Andreas Mettler. Veröffentlicht: 11.02.2021

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